Tach guten, Ihr Küstengesichter von gestern, heute und morgen!

Dass Ihr Euch auf auf diese Seite verirrt habt, spricht für Euch!

Vor mehreren Jahren habe ich den Plan geschmiedet, den Inbegriff der 80er Jahre schlechthin, das
Mirage in Form einer Party neu aufleben zu lassen. Welche von UNS, die in der "Pop & Wave und Funk und Rap-Zeit" das Küstenleben erforschen durften, verbinden mit dieser Disco nicht emotionale Memories? Eine Frechheit, dass die Autoren von "Generation Golf" dieser Legende nicht ein ganzes Kapitel gewidmet haben, dass RTL seine Sendung "80er-Jahre Show" nicht die Mirage-SHOW genannt hat! Haben diese Leute ihre journalitische Arbeit denn wirklich ernst genommen?
Was sollen solche Turnbeutelvergesser wie Kai Pflaume, bzw. so eine Häkelschwester wie NENA in dieser Sendung? Im Flensburger Telefonbuch ist die Nummer von "UNS" Horst Bernsmann nun wirklich nicht schwer zu finden. Dieser Mann ist ein Zeitzeuge, er weiß was wirklich in dieser Zeit "In & Out" war. Was ist die Interpretation von 99 Luftballons gegen die klassischen Aussagen von Horst, wenn er sein Publikum aufforderte, doch mehr zu trinken, weil er sich doch einen neuen Mercedes bestellt habe und dafür unsere Kohle brauche? Zwei Wochen später hat dieser Gott der Gastronomie uns dann klar gemacht, dass wir nun nicht mehr soviel trinken müssen, da ER die ganze Knete eh niemals ausgeben könne.

Hat der gute Florian Illies (Autor Generation GOLF) wirklich vergessen, dass dem Papst des "Runden-Anschiebens" die geniale Erfindung des NR: 3 zu verdanken ist? Später hat er sicher mit Nr. 5 ein wenig ins Klo gegriffen aber allein die Tatsache, dass, obwohl Union Bier ausgeschenkt wurde, dieses jedoch dem allgemeinen pro Kopf Verzehr nicht schadete, zeigt, dass in dieser Lokalität alles ging!
Wer von uns denkt nicht daran, wie man sich damals auf dem Parkplatz das Hülsenbier in den Kopf drosch, denn man benötigte ja einen "gewissen Pegel", um sich einen schwerelosen Gang anzueignen. Früher mußte man auch nicht erst, wie heute üblich, um Eins losgehen, denn man konnte sich darauf verlassen, dass sich bereits um Acht eine Schlange von 14 bis 16-jährigen gebildet hatte und entsprechernd viele Leude vergnügten sich im Inneren der Zappelhalle. Jene frühen Vögel bezogen für ihren Getränkegutschein selbstverständlich einen Escorial, denn der machte die Gehirnströme so herrlich geschmeidig.
Apropos Geschmeidigkeit: Damals wurde die DEUTSCH-DÄNISCHE FREUNDSCHAFT noch im wahrsten Sinne des Wortes gepflegt. Es wurde der wichtige Satz geprägt, "Schlage nie ein dänisches Kind, es könnte dein eigenes sein"! Eine Aussage die nur gleichzusetzen ist mit Sepp Herbergers "Der Ball ist rund" oder "Nach dem Spiel ist vor dem Spiel" oder gar "11 Freunde müßt Ihr sein."
Wir Männer waren uns nicht zu Schade, zu unserem Lacoste Polo Shirt einen flotten Lederschlips zu tragen, farblich geschmacklos abgestimmt auf die Popper-Hose, wenn man nicht schon so fortschrittlich war, und eine Closed Jeans (nur mit geraden Taschen legitim) zu seinen Cowboystiefeln zu tragen. Colleg Schuhe schienen die einzige Alternative zu sein.
Aber auch die Kniften übten sich in Geschmacklosigkeiten! Weiße Pöms schienen die Regel zu sein... Dazu schicke "Ballonhosen", mit möglichst weiten Oberteilen und schliesslich brachten Dauerwellen dem Friseuer noch Patte in das Porti.

Im Mirage konnte man sich immer auf eine nette Betreung verlassen. Vorausgesetzt man ist an Ove und Detlef, Hunde-Helmut etc. unfallfrei vorbei gekommen. Am Tresen übernahmen dann Bärbel, Bianca, Pia, Susi, Tom usw. das Ruder. Wenn der schöne Günther auflegte, mußte man oft genug Salz vor das DJ-Pult streuen, so zerflossen die Mädels vor ihm. Aber auch Jens und Carsten Bünger hatte ihre weiblichen Fans. Legten sie nicht auf, konnte man sich sicher sein, dass SIE mit ihrer Gang vor dem grossen Spiegel der Tanzfläche den Synchro-Tanz (zu Hause mühevoll einstudiert), aufs Pakett legten.
An der Gaderobe war Anett immer für ein kurzes Gespräch zu haben, später wurde sie auch mal von ihrer Schwester abgelöst. Alle eineinhalb Stunden vergruben sich die Kellner im Getränkelager, angeblich um Nr. 3 abzufüllen. Komisch war nur, dass die Mädels, die mit ihnen in den Räumlichkeiten verschwanden, so gar nicht zum Personal gehörten.
Am Sternentresen gaben sich die "besseren Herrschaften" die Ehre. Ein Botiquen-Besitzer pöpelte ein wenig rum, ein Herr aus der Erotik-Branche gab für alle einen aus, (nur nicht für die Männer die eine Jeans trugen), ein Handballer wies extra darauf hin, dass er ein solcher sei, und deshalb eine besondere Behandlung erwarte.
Herrliche Zeiten waren das. Ein Long Drink kostete DM 3,50, Malibu und Southern Comfort waren die neuen In-Getränke. Hattest Du nicht den richtigen Draht zu Bianca und Co, bekamst Du nur ein kleines Glas, hattest Du Vitamin B, wurde das Glas erheblich größer und die Verdünnung wurde nur der Farbe wegen dazugegeben.
Und dann die Musik! Ein Kurtis Blow läßt die Hip Hop-Affen von heute immer noch verblassen, die Bläser von Earth Wind & Fire werden nie zu kopieren sein, Depeche Mode war ein Muß und Heinz Erhard ließ durch den "Korn-Song" den Nr. 3-Verzehr erheblch in die Höhe schnellen.

Diese Epoche wird nun nochmal zum Leben erweckt!
"Wir sind zwar älter geworden, aber wir können deshalb auch besser feiern!”

So, nun wünsche ich noch gut Sport und viel Spaß dabei, Ihr Säcke und Säckerinnen!

Euer Hauke

Zur Mirage Zeit 1985/86:
Zwei starke Breakdance Gruppen formierten sich 85/86:
Cosmic Crews: Jens Bünger, Carsten Bünger, Nico Catolano (heutiger Besitzer der Boutique COMA).
Electric Force: Bernhard Mukamba, Jens Drews "Mirco", Torsten Sauermann & Marc Asher, (hat mit Mirco die coolen Grafitis im Mirage und Crypton gebrushed), ...
Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft im Breakdance...


Weltmeisterschaft in Italien 1986 (2.Platz mit der Mannschaft)...
Diese beiden Formationen sind ganz weit nach vorn gekommen, für Flensburger!
Breaken ...war einfach Kult.
Der Schlachtruf der Breaker: "Mach die Welle!”